Neues Palais Potsdam – Sockelgeschoss und Kuppelbekrönung „Drei Grazien“

Bauherr

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Architekt

Architekten Petersen, Berlin

Fertigstellung

Kuppelkrönung 2015, Sockelgeschoss 2017

BGF

10.500 m²

Leistungen

statisch-konstruktive Bauaufnahme, Tragwerksplanung, Objektüberwachung, Erarbeitung Umlastungskonzept für Hängewerke, messtechnische Überwachung der Umlastung; Heißbemessung der historischen Holzbauteile, Einstufung hinsichtlich der Feuerwiderstandsdauer

Category
Sanierung
Über dieses Projekt

Das Neue Palais Potsdam gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Das größte Schlossgebäude im Park Sanssouci ist im Stil des preußischen Barocks erbaut. Mit einer Länge von 220 Metern und mehr als 200 Räumen, vier Festsälen und einem Rokokotheater (Kuppelhöhe 55 Meter) wurde es in nur sieben Jahren erbaut. (1763 – 1769)

 

Sockelgeschoss:

  • das Sockelgeschoss ist an allen Fassaden bis zu 3,50 m breiter als das aufgehende Erdgeschoss und bildet eine umlaufende Terrasse, die mit insgesamt siebzehn historischen Treppenkonstruktionen vom Park und von den Innenhöfen des Palais erschlossen wird
  • temporäre Abfangungen und Sicherungen von historischen Fassadenelementen aus Sandstein (Fenstergewände, Konsolen, Pilasterbasen)
  • Sicherungen und Instandsetzung von Kappendecken des 19. Jhd.
  • Instandsetzungsplanung von Gewölbe- und Wandkonstruktionen aus Ziegelmauerwerk
  • Konzept der Betonsanierung von Stahlbetondecken des 20. Jhd. nach Rili-SIB
  • Planung von Stahlbetonkonstruktionen in Ortbeton als Unterkonstruktionen für z. B. Treppenzugänge, Deckenergänzungen und Fundamentierungen
  • Planung der örtlich angepassten Stahlbetondecke mit Stürzen als neue Unterkonstruktion – individuelle Stahlbetonfertigteile
  • Planung der Verankerungen der Natursteinwandfassade, des Sandsteinbelages und von Natursteinverkleidungen

 

Dachkonstruktion Theaterflügel mit der Kuppelbekrönung „Drei Grazien“:

  • Sanierung der Dachkonstruktion über dem Theaterflügel als erster abgeschlossener Bauabschnitt der gesamten Dachsanierung
  • Ertüchtigung der hochbelasteten Hängewerke, für die zum Schutz der unterseitigen Stuckdecke besondere Umlastungs- und Abfangmaßnahmen mit entsprechender Messtechnik erforderlich wurden
  • Ausbau der gesamten Bühnen- und Haustechnik
  • statisch-konstruktive Bauaufnahme und Durchführung der Sanierungsmaßnahmen nur unter Vollschutz mit Atemmasken wegen kompletter Kontaminierung möglich
  • weitere Sanierungsziele beinhalteten die Verbesserung der Dachentwässerung, Ausbau des Bühnendachs als Warmdachkonstruktion sowie die Anpassung der Tragkonstruktionen an aktuelle Brandschutzanforderungen unter Berücksichtigung der belastungen aus moderner Theatertechnik
  • im Vordergrund der Sanierungsplanung stand der hohe Denkmalschutzcharakter des Theaterflügels

 

Fotos: IBK