Neues Palais Potsdam – Marmor-und Grottensaal

Bauherr

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Architekt

Architekten Petersen, Berlin

Fertigstellung

2016

BGF

2x 600 m²

Leistungen

statisch-konstruktive Bauaufnahme, Tragwerksplanung, Objektüberwachung, Belastungsversuch Konzeption und Auswertung; Anerkennung Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 sowie Sonderpreis Brandenburgischer Baukulturpreis 2017

Category
Sanierung
Über dieses Projekt
  • Erbauungszeitraum des zum Unesco Weltkulturerbe gehörenden Palais ist 1763 bis 1769; es wurde in nur sieben Jahren erbaut
  • das größte Schlossgebäude im Park Sanssouci wurde im Stil des preußischen Barocks mit einer Länge von 220 Metern und mehr als 200 Räumen erbaut
  • neben vier Festsälen besitzt es ein Rokokotheater (Kuppelhöhe 55 Meter)
  • den Grottensaal zieren mehr als 24.000 Minerale, Erze, Edel- und Halbedelsteine, Fossilien, Muscheln, Schnecken und vielfarbige Schlacken
  • der Fußboden des Marmorsaals stellt ein Meisterwerk der Innenraumdekoration dar und ist in der europäischen Schlossbaukunst des 18. Jahrhunderts einmalig
  • Nachweis der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit unter Berücksichtigung von Nutzeranforderungen und Schäden; Spannweite der historische Holzbalkendecke von 18,5 m
  • Anwendung unterschiedlicher Sanierungsverfahren aufgrund verschiedener Randbedingungen
  • eingehende Belastungsversuche unter großem Aufwand
  • Restaurierung des Marmorfußbodens, inklusive Neubau eines gläsernen Besuchersteges, sowie die Restaurierung der Grottensaaldecke unter erheblichen Schwierigkeiten durch eingeschränkte Zugänglichkeit der Balken – eine Öffnung in der Grottensaaldecke war wegen ihrer Einzigartigkeit nicht möglich
  • Sanierungsarbeiten waren nur unter Vollschutz wegen Kontaminierung  der Hölzer möglich

 

Fotos: IBK